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Dating-Profil Tipps für die Partnersuche in Österreich

Ihr Profil ist das Erste, was andere Singles von Ihnen sehen. Mit aktuellen Fotos, einem ehrlichen Text und etwas Vorsicht bei persönlichen Daten zeigen Sie, wer Sie sind, und bleiben trotzdem geschützt.

Dating-Profil Tipps: eine Person hält am Tisch ein Smartphone in der Hand
Foto: freestocks.org, CC0 1.0, via Openverse

Von der Redaktion Datingseiten Österreich ·

Was ein gutes Profil leisten soll

Ein Dating-Profil hat eine einfache Aufgabe: Es soll Menschen, die zu Ihnen passen, neugierig machen und allen anderen ehrlich zeigen, dass Sie nicht die richtige Person für sie sind. Das klingt nüchtern, nimmt aber viel Druck heraus. Sie müssen nicht allen gefallen. Ein Profil, das möglichst niemanden abschreckt, bleibt meist auch niemandem im Gedächtnis.

Überlegen Sie deshalb vor dem ersten Satz, was Sie suchen. Eine feste Beziehung, eine Begleitung für Wanderungen und Konzerte, ein unverbindliches Treffen? Je klarer Ihre Absicht ist, desto leichter finden Sie die passende Plattform und die passenden Worte. Auf Partnervermittlungen wie Parship beantworten Sie nach der Anmeldung zunächst einen Fragebogen, aus dem die Partnervorschläge entstehen. In Apps zählt dagegen vor allem der erste Eindruck von Fotos und wenigen Zeilen. Beides verlangt Sorgfalt, nur an unterschiedlichen Stellen.

Nehmen Sie sich für das Profil Zeit, am besten an einem ruhigen Abend und nicht zwischen zwei Terminen in der Straßenbahn. Ein halbfertiges Profil mit leeren Feldern wirkt, als wären Sie selbst noch unentschlossen. Lieber eine Woche später online gehen, dafür mit einem Auftritt, hinter dem Sie stehen.

Fotos: aktuell, echt und mit Bedacht gewählt

Fotos entscheiden oft, ob jemand Ihr Profil überhaupt öffnet. Wählen Sie drei bis fünf Bilder, die nicht älter als etwa ein Jahr sind und Sie so zeigen, wie man Sie beim ersten Treffen erkennen würde. Ein gutes Hauptbild zeigt Ihr Gesicht gut beleuchtet, ohne Sonnenbrille und ohne Gruppe drumherum. Ein Lächeln, das nicht gestellt wirkt, sagt mehr als jede Pose.

Dating-Profil Tipps für Fotos: eine Hand fotografiert mit dem Smartphone einen Waldweg im Herbst
Foto: Artem Beliaikin, CC0 1.0, via Openverse

Die weiteren Fotos dürfen erzählen: Sie beim Radfahren an der Donau, beim Skifahren, in der Küche oder mit einem Buch im Park. So entstehen Anknüpfungspunkte für die erste Nachricht. Vermeiden Sie Bilder, auf denen andere Menschen erkennbar sind, die nicht gefragt wurden, und verzichten Sie auf stark bearbeitete Filter. Wer beim ersten Date merkt, dass Sie anders aussehen als online, ist enttäuscht, bevor das Gespräch beginnt.

Ein Punkt wird häufig übersehen: Die Fotos selbst können mehr verraten, als Ihnen lieb ist. be2 empfiehlt auf seiner Seite zur Sicherheit beim Online-Dating, ein neues Foto hochzuladen, das Sie noch nirgendwo anders verwendet haben. So kann niemand über eine Rückwärtssuche nach Bildern Ihre anderen Profile finden. Laut be2 gehören auch Fotos von Kindern nicht auf Dating-Plattformen und werden bei den Sicherheitsprüfungen entfernt. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Zuhause, Ihre Hausnummer oder das Firmenschild Ihres Arbeitgebers nicht im Hintergrund zu sehen sind.

Der Profiltext: konkret statt austauschbar

Sätze wie „Ich bin offen, ehrlich und humorvoll“ oder „Ich reise gern und gehe gern essen“ stehen in unzähligen Profilen. Sie sind nicht falsch, aber sie sagen wenig. Besser wirken kleine, konkrete Details: welches Buch gerade auf Ihrem Nachttisch liegt, welche Wanderung im Salzkammergut Sie jedes Jahr wiederholen, warum Sie am Sonntag lieber am Markt als im Einkaufszentrum sind. Solche Details machen Sie greifbar und geben anderen einen Grund, Ihnen zu schreiben.

Ein bewährter Aufbau hat drei Teile. Erstens ein paar Sätze dazu, wie Ihr Alltag aussieht und was Ihnen Freude macht. Zweitens, was Sie sich von einer Partnerschaft oder einem Treffen wünschen. Drittens eine kleine Einladung, etwa eine Frage oder ein Thema, über das Sie gern sprechen. So hat Ihr Gegenüber gleich einen Einstieg für die erste Nachricht.

Schreiben Sie, was Sie mögen, und weniger, was Sie nicht wollen. Lange Listen mit Ausschlusskriterien wirken streng und manchmal verletzt. Wenn Ihnen etwas wirklich wichtig ist, etwa dass Sie keine Fernbeziehung möchten oder Kinder haben, sagen Sie es ruhig und freundlich in einem Satz. Lesen Sie den Text zum Schluss laut vor oder geben Sie ihn einer Freundin oder einem Freund. Tippfehler und sehr lange Absätze lassen sich so leicht finden.

Bleiben Sie ehrlich bei Alter, Größe und Lebenssituation. Ein geschöntes Detail fällt spätestens beim Kennenlernen auf und belastet dann das Vertrauen, das gerade erst entstehen sollte.

Vergessen Sie die kurzen Angaben neben dem Text nicht. Felder zu Beziehungswunsch, Kinderwunsch, Rauchen oder Sport wirken nebensächlich, doch viele Singles filtern genau danach. Wer sie leer lässt, taucht in manchen Suchen gar nicht auf. Füllen Sie diese Felder vollständig und wahrheitsgemäß aus, auch wenn eine Antwort weniger glanzvoll klingt. Wenn Sie zum Beispiel nach einer Scheidung noch unsicher sind, wie viel Nähe Sie möchten, dürfen Sie das ruhig so schreiben. Menschen, die sich ernsthaft für Sie interessieren, schätzen diese Offenheit, und Sie ersparen sich Gespräche, die von Anfang an in verschiedene Richtungen laufen.

Was nicht ins Profil gehört

Ein Profil soll neugierig machen, nicht Ihre Identität offenlegen. Die Watchlist Internet rät beim Schutz vor Liebesbetrug ausdrücklich, keine persönlichen Daten wie Anschrift, Arbeitgeber oder Geburtsdatum preiszugeben. Diese Angaben haben im Profiltext nichts verloren, auch nicht versteckt in einem Foto oder in einer scheinbar harmlosen Bemerkung.

Die Watchlist Internet weist auch darauf hin, dass Kriminelle für gefälschte Profile Bilder aus dem Internet verwenden, etwa von öffentlichen Facebook- oder Instagram-Konten. Das ist ein weiterer Grund, für die Partnersuche eigene, neue Fotos zu nehmen und Ihre Social-Media-Profile nicht im Dating-Profil zu verlinken. Ihr voller Nachname, Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail-Adresse bleiben ebenfalls draußen. Wenn sich ein Kontakt gut entwickelt, können Sie diese Angaben später gezielt weitergeben.

Auch bei Ortsangaben lohnt sich Zurückhaltung. Die Stadt oder der Bezirk genügen, damit andere wissen, ob ein Treffen realistisch ist. Der Name Ihrer Gasse, Ihr Fitnessstudio oder Ihre Stammkonditorei sind für Fremde unnötige Hinweise. Dasselbe gilt für Ihren Dienstplan oder Urlaubszeiten, die verraten, wann Ihre Wohnung leer steht.

Verifizierung und Pflege des Profils

Viele Plattformen bieten eine Bestätigung an, dass hinter einem Profil ein echter Mensch steht. Parship schreibt auf der Sicherheitsseite von parship.at von einer kostenlosen SMS-Verifizierung und rät, auch bei Matches darauf zu achten. Laut Parship zeigt die Bestätigung, dass Ihnen die Partnersuche ernst ist. Auch ElitePartner bietet laut eigener Angabe eine kostenlose Verifizierung an. Wie streng diese Prüfungen im Einzelfall ablaufen, haben wir nicht überprüft; ein bestätigtes Profil ist trotzdem ein gutes Signal für beide Seiten.

Ein Profil ist nie ganz fertig. Schauen Sie nach zwei, drei Wochen noch einmal darauf: Bekommen Sie Nachrichten von Menschen, die zu Ihnen passen? Wenn nicht, tauschen Sie das Hauptfoto aus oder schärfen Sie den Text. Neue Fotos nach einem Urlaub oder ein aktualisierter Satz zu Ihren Plänen für den Sommer zeigen außerdem, dass Sie aktiv sind.

Wenn Sie eine Pause einlegen oder jemanden gefunden haben, deaktivieren oder löschen Sie das Profil. Ein verwaistes Profil führt zu enttäuschten Nachrichten und bleibt mit Ihren Fotos sichtbar, obwohl Sie längst nicht mehr suchen. Sobald Ihr Profil steht, hilft unser Ratgeber zur ersten Nachricht beim nächsten Schritt.

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Häufige Fragen

Wie viele Fotos sollte ein Dating-Profil haben?

Drei bis fünf aktuelle Fotos reichen meist. Das Hauptbild zeigt Ihr Gesicht gut erkennbar, die übrigen dürfen Hobbys und Alltag zeigen.

Darf ich Fotos aus meinem Instagram-Profil verwenden?

Besser nicht. Ein neues Foto, das Sie noch nirgendwo verwendet haben, verhindert, dass jemand Ihre anderen Profile über eine Rückwärtssuche nach Bildern findet.

Wie lang sollte der Profiltext sein?

Einige kurze Absätze genügen. Wichtiger als die Länge sind konkrete Details über Ihren Alltag und eine klare Aussage, was Sie suchen.

Welche Angaben gehören nicht ins Profil?

Adresse, Arbeitgeber, Geburtsdatum, voller Nachname, Telefonnummer und Links zu sozialen Netzwerken. Die Stadt oder der Bezirk reichen als Ortsangabe.

Lohnt sich eine Verifizierung?

Ja, wenn die Plattform sie anbietet. Ein bestätigtes Profil zeigt, dass ein echter Mensch dahintersteht, und Sie können bei anderen gezielt darauf achten.

Soll ich mein Profil nach einer Weile ändern?

Wenn nach einigen Wochen kaum passende Nachrichten kommen, tauschen Sie das Hauptfoto aus oder machen Sie den Text konkreter.